wie sieht unsere Tierschutzarbeit konkret aus?

Populationskontrolle durch Kastrationen

EL CAPITÁN animal project ermöglicht die ganzjährige Kastration der herrenlosen Streunerkatzen. Dabei arbeiten wir eng mit lokalen Tierärzten und Helfern auf Fuerteventura zusammen. Unkastrierte Katzen werden eingefangen, tierärztlich untersucht, desparasitiert, kastriert, markiert und nach Möglichkeit wieder am Fang-Ort freigesetzt.

Die Populationskontrolle ist ein komplexes Thema, das wir planvoll, umsichtig und nachhaltig behandeln müssen um ans Ziel zu gelangen. Emotionaler Aktionismus ist nicht nur unangebracht, sondern sogar kontraproduktiv.

EL CAPITÁN animal project versucht auch Katzenhalter von der Notwendigkeit von Kastrationen bei Freigängerkatzen zu überzeugen. Als Anreiz gibt es deshalb mehrmals jährlich spezielle Rabattaktionen, z.B. "Bring 2 zahl 1", die nur durch die hohe Kooperationsbereitschaft der teilnehmenden Tierkliniken möglich ist. Wir möchten so das Aussetzen von Katzenkindern verhindern.

Für das Jahr 2012 geht EL CAPITÁN animal project einen ganz neuen Weg. Wir konnten einige Tierkliniken auf Fuerteventura davon überzeugen, jeden Monat eine herrenlose Streunerkatze KOSTENLOS für den Verein zu kastrieren. Auch sie sehen das Leid der Strassentiere und die Notwendigkeit zu Handeln. Sie können die Aktion "1 pro Monat" / "1 por mes" hier im Internet verfolgen.

Katzenfutterplätze – Punto de Gatos

EL CAPITÁN animal project richtet mit Genehmigung der Hotelleitung Katzenfutterplätze in den Hotelanlagen ein – die Punto de Gatos. Hier können Katzenliebhaber die Tiere mit artgerechtem Futter und Wasser versorgen. So stillen wir nicht nur deren Bedürfnisse sondern haben auch einen guten Überblick über die einzelnen Populationen und deren Gesundheitszustand.

Gesunde, satte und zufriedene Katzen erfreuen die Touristen und bieten keinen Grund zur Beschwerde. Das wiederum erfreut auch das Hotelmanagement, das somit keine Maßnahmen zur Entsorgung der Katzen ergreifen muss.

Da es je nach Hotel und Jahreszeit starke Schwankungen in der Proviantierung der Streunerkatzen gibt, sorgen ECap Helfer für den nötigen Nachschub. Selbstverständlich werden dann auch die Punto de Gatos und die Näpfe gereinigt. Näpfe, Futterspender und sogar der Proviant scheinen leider Souvenirstatus erreicht zu haben – wie sonst sollte man deren enormen Schwund erklären. Wir müssen sie immer wieder ersetzen.

Medizinische Versorgung von Streunerkatzen

Auch nach erfolgter Kastration zeigen wir uns für die Streunerkatzen verantwortlich und übernehmen Verantwortung. So lassen wir kranke, verletzte, verunfallte Tiere durch unsere lokalen Tierärzte behandeln. Nicht jeder Katze können wir helfen, wir können sie jedoch human in eine andere Welt überführen.

Einige dieser Tiere kurieren sich in einer privaten Pflegestelle auf Fuerteventura aus, andere werden beim Tierarzt hospitalisiert. Nach ihrer Genesung werden sie wieder freigesetzt. Sollte dies aus zwingenden Gründen nicht mehr möglich sein, so suchen wir sowohl auf Fuerteventura, als auch in Deutschland oder im angrenzenden Ausland nach einem verantwortungsvollen Zuhause.

Bildungsarbeit ist Prävention

ECap ist es sehr wichtig Menschen jeden Alters die Grundlagen zum richtigen Verhältnis zu Tieren (artgerechte Haltung und Pflege etc.) zu vermitteln und das Verständnis für die Bedürfnisse des jeweiligen Tieres zu wecken. Wir gehen dazu aktiv in Schulen auf Fuerteventura, halten Vorträge in spanischer Sprache und zeigen u.a. die Situation der Strassenkatzen auf. Durch Workshops und Infoständen gehen wir besonders auf Kinder und Jugendliche zu. Auf Fuerteventura gibt es großen Informationsbedarf, wir sind dabei diese Lücke ein wenig enger zu machen.

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Punto de Gatos ...


Kampagne 2012